Tag 15: Blob der Auslöschung – It creeps and leaps and glides and slides

Der Blob der Auslöschung ist ein gigantischer Schlick. Angefüllt voller kosmischer Entropie und den toten Göttern näher als den lebenden, wälzt sich der Blob durch die Welt. Was er verschlingt, löst sich innerhalb einer Minute auf und kaum ein Lebewesen kann der Zersetzung etwas entgegensetzen. Der Blob selbst scheint keine einzigartige Wesenheit zu sein. Das bedeutet, dass mehrere Exemplare im Wildall existieren können. Es fällt einem also leicht sich vorzustellen, wie zehn dieser Geschöpfe sich zu einem Blob-Titanen verbinden und in der Größe eines Königreichs Städte, Wälder oder Armeen überrollt, ohne davon besondere Kenntnis zu nehmen. So kriecht und gleitet diese Naturgewalt aus Schleim durch die Welt, wie ein Saugroboter, der irgendwann alle Winkel aufgesucht hat und nur noch Leere hinterlässt. Vielleicht gibt es ein paar Weltenwinkel, die der Blob übersehen hat, aber irgendwann kehrt er zurück und verwandelt auch diese Zufluchten zu Staub.

Tag 14: Yeti – Es schneit, es schneit

Der abscheuliche Schneemensch besitzt zwei besondere Fähigkeiten: Eisiger Blick und Kälteodem. Ja natürlich fürchten diese Wesen aus den schneebedeckten Bergen das Feuer (das scheint sie zu einfachen Gegnern zu machen), aber eine Legion Yetis, begleitet von einer Horde Winterwölfe, bringt den Winter bis in die heißesten Wüsten und dampfenden Dschungel. Mit ihrem Eisblick lassen sie die Welt gefrieren und der ewige Winter bringt Königreiche und Großstädte nach und nach zu Fall, da Missernten und andauernder Winter die Menschen zermürben. Die wenige warmen Orte werden bald zu den letzten Zufluchten in einer toten, weißen Welt.

Tag 13: Todesritter – Unsterblich allein ist nur der Tod

Schreckliche Feinde. Todesritter haben legendäre Fähigkeiten und können mit einem Wort Sterbliche ins Jenseits befördern und einen höllischen Feuerball heraufbeschwören. Als Generale führen sie Legionen von Skeletten und Zombies in die Schlacht und sind unermüdlich in ihren Eroberungen. Wenn menschliche Soldaten ruhen müssen, ziehen die Untoten immer noch weiter und verheeren die Lande. Systematisch griffen die Todesritter zuerst die Tempel und Glaubenshochburgen an, untergruben so den Glauben an die rechtschaffenen Gottheiten und ließen so ihre Allmacht bröckeln. Nun überziehen die Untoten das Land, unter der Führung der vier großen Todesrittern und die Sterblichen haben ihnen nur wenig entgegenzusetzen.

Tag 12: Kultisten – Das Wort heißt Nukular

Es gibt Kultisten, die nach Erleuchtung suchen, andere suchen nach Macht und dann gibt es Kultisten die arbeiten auf den Untergang hin. Sie rufen die verborgenen nuklearen Kräfte des Universums an und stören den einlullenden Klang der Flötenspieler. Das führt dazu, dass gigantische Augen voller Gier und Gewalt auf diese Welt blicken. Und in den Blick von Äußeren Göttern zu geraten ist eigentlich nie eine gute Idee. Doch wer den Untergang will, bekommt den Untergang. Es dauert nur noch 137W6 Tage, bis die Kultisten Azathoth herbeigerufen haben und das nukleare Chaos im Zentrum des Universums alles vernichtet. Das größte Problem ist, dass niemand weiß, was die Kultisten an ihrem Kulttempel tun.

Tag 11: Koloss – Kolossaler Untergang

Ein Koloss ist ein titanisches Konstrukt und ein Gefäß für einen Gott. Heute werden nur noch wenige Konstrukte erschaffen, aber es gibt noch schlafende Kolosse in der Welt. Irgendwo auf der Welt gibt es drei Kolosse, die den finsteren Göttern geweiht sind. Als ihre schwarzen Kristallherzen pulsieren, erzittert die Erde. Diese Kolosse sind so gewaltig und machtvoll, dass kein Sterblicher ihnen entgegentreten kann und überlebt. Ihr göttlicher Strahl vernichtet Dörfer und Städte, Burgen fallen wie Spielzeuge zusammen und Zauber scheinen keinen Effekt zu haben. Vielleicht hätte man einen dieser Kolosse vernichten können, aber gleich drei sind der Untergang der Welt.

Tag 10: Gnolle – Beißt der?

Diese hundeartigen Humanoiden sind besonders stark im Rudel und erstaunlich gefährliche Unholde. Einmal zu einer ausreichend großen Armee zusammengerottet und vereint unter dem Banner eines vom Dämonenfürsten Yeenoghu besessenen Gnolls, können sie endlich ihren Eroberungsfeldzug antreten. Abgesehen von ihrem Wüten, macht sie die Rate, mit der Gnolle wachsen, besonders gefährlich: Denn es dauert nur zwei Jahre, vom Welpen bis zum Krieger. Während die menschlichen Söldnerinnen und Landsknechte nur langsam aufwachsen, wächst die Nachhut der Gnollarmee Jahr um Jahr an.

Tag 9: Gorgonen – Es ist eine Stampede!

Gorgonen sind hier keine schlangenköpfigen Schwestern, sondern eiserne Stiere. Was die beiden aber gemeinsam haben, ist ihre Fähigkeit Leute zu versteinern. Stellt man sich nun eine gewaltige Herde von Gorgonen vor, die ohne müde zu werden das Land unsicher machen, so dürfte schnell klar werden, dass alles in Front dieser Herde zunächst zu Stein erstarrt und dann zertrampelt wird. Die Verwüstung ist gewaltig und unaufhaltsam.

Tag 8: Banshee – Spiel mir das Lied vom Tod ist jetzt ein One Hit Wonder

Die häufigste Theorie, die ich an der Uni hörte, war die Brechtsche Radiotheorie. Kurz gesagt: Jeder mit einem Radio sollte nicht nur empfangen, sondern auch senden können (und das sollte mal ein wünschenswerter Zustand sein). Mischen wir das mit einer Episode der Zeichentrickserie The Real Ghostbusters mit dem Titel Eine irre irische Fee (oder Banshee Bake a Cherry Pie), worin eine Sängerin durch ihren Gesang erhebliche Zerstörung hervorrufen kann. Das bringt uns also zu der Idee einer Banshee (bzw. Todesfee), deren Wehklage im Radio gehört wird. Es muss natürlich zuvor ein paar andere Hits gegeben haben, die ungefährlich sind, aber zum Jahresende gibt es dann endlich das weltweite, einmalige Konzert mit dem allerletzten Hit. Wir erinnern uns: Misslingt der KON-Rettungswurf und hat das Ziel 25 oder weniger Trefferpunkte ist das Ziel tot. Mic Drop.