Das Schicksal hat es nicht gut mit dir gemeint …
Vor 25 Jahren stürzte der Mond zum ersten Mal auf Unruh-Stadt – zumindest in Europa (In Japan gab es bereits im April Mondkollisonen und in den USA wurde Termina Ende Oktober zerstört). The Legend of the Zelda – Majoras Mask ist der sechste Teil der legendären Zelda-Reihe und, ich sage es gleich, durchgespielt habe ich diesen Teil nie. Ja, ich besitze nicht mal das goldene N64-Modul (auch wenn ich gern eins hätte – siehe Was suche ich), aber glücklicherweise kann man das Spiel heute als Teil des Online-Abos von Nintendo spielen und es gibt ein Remake für den 3DS – der heute aber auch schon wieder eine Retro-Konsole ist.
Die Suche nach Masken führt mich weit umher …
Als an einem kalten Novembertag die grünen Boxen von Majoras Mask ins Regal geräumt wurden, schenkte ich dem nur wenig Beachtung. Ocarina of Time war mein letztes Spiel und inzwischen spielte ich andere Games am PC. Rückblickend ist es verrückt, aber verständlich: Mit Half-Life, Counter-Strike, Unreal Tournament und anderen Shootern erschloss man sich ein anderes Genre. Starcraft und Civilization fesselten mich auch zu dieser Zeit mehr als Hyrule oder Termina. Und so verpasste ich Majoras Mask. Erst viele Jahre später konnte ich auf der Switch meine Reise nach Termina beginnen und dem Horror Kid entgegentreten.
Während einer meiner Reisen wurde mir eine sehr wertvolle Maske von einem Kobold gestohlen.
Das Spieldesign von Majoras Mask ist ein gutes Beispiel für die Arbeitsphilosophien von Nintendo. Einer dieser Philosophien ist „Kreativität durch Begrenzung“ – meist ist damit die Konsole und ihre Hardware gemeint, aber bei Majoras Mask war es auch die knappe Zeitspanne von einem Jahr. Dies führte zu einer Wiederbenutzung und Neuinterpretation der Assets von Ocarina of Time und zu einer cleveren Idee, den Spielumfang zu begrenzen, ohne dabei langweilig zu werden.
Leider bin ich ein sehr beschäftigter Mann … Ich muss in drei Tagen aufbrechen.
Die Zeitschleife von Majoras Mask und all die kleinen und großen Nebenaufgaben, machen den sechsten Teil der Zelda-Reihe recht einzigartig. Eine Inspiration war der Film Lola rennt, eine andere war eine Räuber-und-Gendarm-Spielidee von Yoshiaki Koizumi (Super Mario Galaxy, Super Mario Odyssee). Eiji Aonuma (heute Producer der Zelda-Reihe) und Shigeru Miyamoto fanden die Idee der Zeitschleife interessant und da sie gleich mehrere Probleme löste (man benötigt deutlich weniger Zeit fürs Leveldesign; Terminia ist kleiner als Hyrule, aber dennoch gibt es durch die Zeitschleife eine Menge zu entdecken; Die Zeitschleife ist etwas Neues für Zelda und funktioniert anders als die Zeitmechanik in Ocarina of Time) wurde die Produktion mit dieser Grundidee übernommen. Dennoch war die schrecklich kurze Entwicklungszeit kein leichtes Unterfangen und zeigt sich auch im Spiel: Die Handwerker in Unruh-Stadt sind unter einem belastenden Zeitdruck, genauso wie das Majora-Team.
The Legend of Zelda – Majoras Mask wurde am 27. April 2000 in Japan, am 26. Oktober in Nordamerika und am 17. November 2000 in Europa veröffentlicht. Es hat mit der namensgebenden Maske und dem grinsenden Mond sicherlich die prägendsten Bilder für Zelda und vermutlich auch der Videospiel-Geschichte geschaffen. Es bleibt also nur noch eins: Zum 25. Geburtstag also alles Gute Majoras Mask! Ich hoffe ich kann dich bald durchspielen.